The Dead - Die Toten
| Großbritannien/USA/BR Deutschland, 1987 |
| Drama, Literaturverfilmung |
| Produktionsfirma: | Zenith/Vestron/Channel
4/Liffey/Delta |
| Verleih: | Delta |
| Länge: | 83 Minuten |
| FSK: | ab 6; f |
| Erstaufführung: | 17.9.1987/März
1988 Video |
| Produktion: | Chris
Sievernich, Wieland
Schulz-Keil |
| Regie: | John
Huston |
| Buch: | Tony
Huston |
| Buchvorlage: | James
Joyce (Erzählung aus "Die Dubliners") |
| Kamera: | Fred
Murphy |
| Musik: | Alex
North |
| Schnitt: | Roberto
Silvi |
| Darsteller: | Anjelica
Huston (Gretta), Donal
McCann (Gabriel), Helena
Carroll (Tante Kate), Cathleen
Delany (Tante Julia), Ingrid
Craigie (Mary Jane), Donal
Donnelly (Freddy), Colm
Meany (Mr. Bergin) |
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| Kurzkritik |
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Nach einem traditionellen Familienfest am Dreikönigstag wird einem Mann
klar, welch geringe Bedeutung er im Leben seiner Frau gespielt hat. John
Hustons faszinierende Übertragung einer Erzählung aus "Dubliners" von
James Joyce beschreibt einen Augenblick der Lebenserkenntnis zwischen
Selbsttäuschung und Hoffnung. Die metaphorisch vertiefte Inszenierung
summiert einen Rückblick auf endgültige Wahrheiten und thematisiert die
Bedingtheit und Untrennbarkeit von Leben und Tod. Darüber hinaus ist
Hustons ebenso feinfühlig wie kunstvoll inszenierter Film nicht nur eine
Hommage für James Joyce, sondern auch eine Liebeserklärung an Irland
und seine Menschen. (Alternativtitel: "Die Toten") - Sehenswert ab 16. |
Kritik:
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Am Dreikönigstag des Jahres 1904 ist das Ehepaar
Gretta und Gabriel Conroy zu einer Abendgesellschaft
eingeladen. Während des Festes erzählt Gretta ihrem
Mann, dass er nicht die große Liebe ihres Lebens
ist.
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Dublin im Januar 1904: Auf einer Abendgesellschaft
bei den alternden Schwestern Morkan und ihrer Nichte
Mary Jane befindet sich unter den eingeladenen Freunden
auch das Ehepaar Conroy. Tanz und Gelächter beleben
diesen netten Abend, an dessen Ende ein verborgenes
Geheimnis offenbar wird. Gretta Conroy erzählt ihrem
Ehemann Gabriel die traurige Geschichte eines jungen
Mannes, der sie bis in den Tod geliebt hat. Draußen
fällt der Schnee, und Gabriel lässt - die Stirn
ans Fenster gelehnt - seine Gedanken schweifen.
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Das Drehbuch entstand nach der letzten Kurzgeschichte
("Die Toten") aus der Sammlung "Dubliners",
die James Joyce im Jahr 1914 veröffentlichte. James
Joyce, geboren 1882 in Dublin, gestorben 1941 in
Zürich, wurde vor allem als Verfasser der Romane
"Ulysses" (1922) und "Finnegans Totenwache"
(1939) bekannt.
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"Die Toten" wurden in der Kategorie
bestes adaptiertes Drehbuch und Kostüm für einen
Oscar nominiert. John Huston wurde für den Film
mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. erhielt
er den Bodil Award und den Fotogramas de Plata.
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Das "Lexikon des Internationalen Films"
schreibt: "John Hustons faszinierende Übertragung
einer Erzählung aus 'Dubliners' von James Joyce
beschreibt einen Augenblick der Lebenserkenntnis
zwischen Selbsttäuschung und Hoffnung. Die metaphorisch
vertiefte Inszenierung summiert einen Rückblick
auf endgültige Wahrheiten und thematisiert die Bedingtheit
und Untrennbarkeit von Leben und Tod. Darüber hinaus
ist Hustons ebenso feinfühlig wie kunstvoll inszenierter
Film nicht nur eine Hommage für James Joyce, sondern
auch eine Liebeserklärung an Irland und seine Menschen."
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John Huston drehte wenige Monate vor seinem Tod
am 28. August 1987 in Newport (USA) mit "Die
Toten" seinen letzten Film. Der Hollywoodveteran
Huston hat in etwa 30 Filmen als Darsteller mitgewirkt
und bei 37 Spielfilmen Regie geführt.
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