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Meine Frau, die Hexe
| Schwarz-weiß, USA, 1946 |
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Komödie, Fantasyfilm, Literaturverfilmung
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| Produktionsfirma: |
United Artists
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| Länge: |
77 (73) Minuten
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| FSK: |
ab 16; nf (ab 6)
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| Produktion: |
Preston Sturges
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| Regie: |
René Clair
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| Buch: |
Robert Pirosh, Marc Connelly, Dalton Trumbo
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| Buchvorlage: |
Norman Matson (Roman "The Passionate Witch"), Thorne Smith (Roman "The Passionate Witch")
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| Kamera: |
Ted Tetzlaff
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| Musik: |
Roy Webb
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| Schnitt: |
Eda Warren
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Darsteller:
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Fredric March (Wallace Wooley), Veronica Lake (Jennifer), Cecil Kellaway (Daniel), Robert Benchley (Dr. Dudley White), Susan Hayward (Estelle Masterson), Elizabeth Patterson (Margaret), Robert Warwick (J.B. Masterson), Eily Malyon (Tabitha Wooley)
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| Kurzkritik |
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„Meine Frau, die Hexe (I married a Witch) “ ist einer der vier erfolgreichen Filme, die Clair in seinem „Exil“ in Hollywood drehte. Hier standen ihm nicht nur die modernen Techniken der dortigen Studios zur Verfügung, sondern auch herausragende Darsteller. Zu erwähnen ist in der tragenden Rolle der Hexe insbesondere Veronica Lake, damals ein Star vom Bekanntheitsgrad einer Greta Garbo oder Marlene Dietrich. So schuf Clair dieses witzig-kunstvolle Hexen-Märchen, eine geistreiche, poesievolle Komödie: Im 17. Jahrhundert verbrennen Puritaner in New England den Hexenmeister Daniel und seine hübsche Tochter Jennifer auf dem Scheiterhaufen. Nach 270 Jahren werden jedoch beide aus ihrer Verbannung in einer Eiche befreit und kehren unter die Lebenden zurück, um sich an einem Nachkommen ihrer einstigen Verfolger zu rächen. Doch die Liebe vereitelt ihren Plan.
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Kritik:
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René Clair ist einer der herausragenden Filmregisseure der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sein Name wird mit den Großen dieser Zeit - Bunuel, Fellini, Godard und Bergman - in einem Zug genannt. Er filmte in Frankreich, England und den USA. Hier entstand in den Hollywood-Studios auch „Meine Frau, die Hexe“ nach einer Buchvorlage von Thorne Smith, eines der schönsten Beispiele eines Hollywood-Films mit französischem Esprit.
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Besonders überrascht die Zeitlosigkeit, die Frische
und Modernität dieses schon 1942 gedrehten Werks.
Immerhin hatte Clair in den USA einige der damals
ganz Großen im Filmgeschäft zur Seite: Produzent
Preston Sturges, der auch als Regisseur und Drehbuchautor
(gewann 1941 einen Oscar für das beste Drehbuch)
von sich reden machte, konnte namhafte Mitarbeiter
gewinnen: die Darsteller Fredric March (Oscar 1932,
1947; Golden Globe 1952) und Susan Hayward (Oscar
1959; Golden Globe 1953, 1959). Veronica Lake als
Hauptdarstellerin setzt mit ihrer erotischen Ausstrahlung
und ihrer unnachahmlich betörenden Stimme einen
besonderen Akzent, der durch die von Hollywood-Chefdesignerin
Edith Heath (Oscar 1950, zweimal 1951, 1952, 1954,
1955, 1961, 1974) entworfenen Kleider noch betont
wird. Zu erwähnen sind auch die für die frühe Zeit
ungewöhnlich realistischen Spezialeffekte von Gordon
Jennings (Oscar 1942, 1943, Ehren-Oscar 1939, Spezial-Oscar
1945, 1952). Clair selbst als Regisseur erweist
sich wiederum als Meister der Charakterisierung
seiner Personen und erzeugt eine ganz außergewöhnliche
Stimmung durch Kameraführung, Beleuchtung und Musikeinsatz.
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Grundlage der Handlung bilden die tatsächlich
in Salem stattgefundenen Hexenprozesse des Jahres
1692. Hexenmeister Daniel und seine Tochter Jennifer
werden hier verurteilt und hingerichtet, ihre Asche
wird unter einem Baum vergraben, damit deren teuflische
Geister gefangen sind. Jennifer hat jedoch vorher
den Denunzianten, den Puritaner Jonathan Wooley,
verflucht. Seine männlichen Nachkommen - alle gespielt
von Fredric March - sollen stets die falschen Frauen
heiraten, was von Clair auch genüsslich zelebriert
wird.
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270 Jahre später zerstört ein Blitzschlag den
Baum, und befreit Daniel und Jennifer. Sie werden
in eine Zeit versetzt, die ihnen fremd und zügellos
erscheint. Der zunächst geplante Rachefeldzug am
Nachkommen Wallace Wooley ihres ehemaligen Widersachers
geht mehr und mehr schief: Der eigentlich für ihn
gebraute Liebestrank wird Jennifer versehentlich
selbst von Wallace eingeflößt, was in ihr ungewohnte
neue Gefühle erweckt. Natürlich ist Wallace verhängnisvoller
Weise bereits mit einer durch den 300-jährigen Fluch
vorbestimmten zänkischen Partnerin verlobt.
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Die sich daraus ergebenden Liebeswirren und damit
verbundene politische Verwicklungen werden zudem
von Hexenvater und Erzieher Daniel gar nicht gerne
gesehen, widersetzt sich doch seine Tochter mehr
und mehr seinem „teuflischen“ Einfluss, bis hin
zur Beinahe-Katastrophe.
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Doch wie kann es anders sein: Eine Komödie muss
selbstverständlich happy-enden.
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