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Der ewige Gärtner
Donnerstag, 10.07.2008 17:30 Uhr und
20:00 Uhr auf deutsch
| Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers |
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| USA, 1986 |
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| Länge: |
87 Minuten |
| FSK: |
ab 6; f |
| FBW: |
bw |
| Produktion: |
Bruce A. Evans, Raynold Gideon, Andrew Scheinman |
| Regie: |
Rob Reiner |
| Buch: |
Raynold Gideon, Bruce A. Evans |
| Buchvorlage: |
Stephen King (Kurzgeschichte "The Body") |
| Kamera: |
Thomas Del Ruth |
| Musik: |
Jack Nitzsche |
| Schnitt: |
Robert Leighton |
| Darsteller: |
Wil Wheaton (Gordie Lachance), River Phoenix (Chris Chambers), Corey
Feldman (Teddy Dechamp), Jerry O'Connell (Vern Tessio), Richard Dreyfuss (der
Schriftsteller), Kiefer Sutherland (Ace Merrill) |
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| Kurzkritik |
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Ende
der fünfziger Jahre machen sich in einer Kleinstadt Oregons vier zwölfjährige
Jungen auf, um eine im Wald liegende Leiche zu finden. Sensible und
stimmungsvolle Beschreibung eines jugendlichen Abenteuers, wie alle
Initiationsgeschichten mehr an Charakteren und Motiven interessiert als an
vordergründiger Action. Eine der geglücktesten Stephen-King- Verfilmungen.
(Titel auch: "Das Geheimnis eines Sommers") - Sehenswert ab 14.
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Ausführliche Kritik aus film-dienst Nr. 26001
Die Amerikaner nennen Filme wie diesen „Sleeper", was bedeutet, daß
sie langsam, aber um so ausdauernder zum Kassenerfolg werden. „Stand By Me" ist ein kleiner,
bescheidener Film, der nahezu jedem Verleiher angeboten war, bevor ihn die Columbia
übernahm und zu ihrer eigenen Überraschung mit ihm eine Welle der
Mundpropaganda auslöste. Heute gilt ,,Stand
By Me" neben „Cocoon" (fd
25 296) in den USA als der Ausweg aus dem dümmlichen Einerlei der
Teenager-Filme. Dabei spielt der Name des Horror-Autors Stephen King, nach
dessen Kurzgeschichte „The Body" der
Film gedreht wurde, nur eine geringe Rolle für die Resonanz. „The Body", eine offensichtlich
autobiografisch beeinflußte Story, zeigt nämlich einen ganz anderen Stephen
King, als er dem Publikum durch seine blutrünstigen Romane bekannt geworden
ist".
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| Es ist die Geschichte von vier zwölfjährigen Jungen, die in einer
Kleinstadt Oregons das Leben aller Zwölfjährigen führen: Mit Mädchen haben sie
noch nicht viel im Sinn, das Abenteuer lauert noch hinter jeder Straßenecke,
aber sie sind doch schon alt genug, um die Fatalitäten der Erwachsenenwelt wahrzunehmen.
Es ist der Sommer des Jahres 1959, als ihnen zu Ohren kommt, daß ein
Gleichaltriger vom Blaubeerpflücken nicht heimgekommen ist und irgendwo tot im
Wald liegen soll. Sie wollen der Gang der Achtzehnjährigen zuvorkommen und
machen sich auf, die Leiche zu suchen. Auf dem Marsch offenbaren sich ihre
unterschiedlichen Charaktere, aber ebenso ihre Kameradschaft und ihr Gefühl der
Zusammengehörigkeit. Sie erleben wirkliche und eingebildete Abenteuer; sie
müssen sich zum erstenmal in ihren Leben — ganz auf sich gestellt — bewähren.' |
| Rob Reiner, der die Jungen zu fabelhaft unbeschwertem Spiel animiert
hat, inszeniert die Geschichte nicht mit der hektischen Aktionsbesessenheit von
„Zurück in die Zukunft" ,
sondern als ruhige, sich langsam entwickelnde Odyssee, die manchmal ein bißchen
in die Nähe von Tom Sawyer gerät, aber dennoch bemerkenswert individuelle Töne
anschlägt. Statt des schweißtreibenden Abenteuers, das eigentlich nur einmal
beim Überqueren einer Eisenbahnbrücke zum Tragen kommt, sucht er die
besinnlichen Zwischentöne: die Stimmung am Lagerfeuer, das sich entwickelnde
Verständnis für den anderen, die Bewußtmachung der familiären Bindungen. Diese
Grundstimmung paßt hervorragend zu der immer wieder einbezogenen Landschaft
Oregons und zu dem romantischen Erinnerungsbild der fünfziger Jahre, deren
Schlager den Film wie ein bunter Faden durchziehen. Es gibt ein paar grelle
Szenen (von denen man hört, sie seien aus kommerziellen Gründen nachgedreht
worden), die zu dem lyrischen Tonfall des Films nicht recht passen; aber sie
erlangen kaum genügend Bedeutung, um den Fluß der Geschichte nachhaltig stören
zu können. |
| Es ist ein eigenartiger Zufall, daß dieser Film genau zu der Zeit im
Kino erscheint, in der Stephen King mit seinem Roman „Es" einen der stärksten Erfolge hat. In der Tat haben diese
frühe Kurzgeschichte und der neue Roman, der Kings literarische Qualitäten am
deutlichsten unter Beweis stellt, vieles gemeinsam. „Stand By Me" wirkt wie eine Vorstudie zu „Es". Beide haben die Gruppe von Zwölfjährigen gemeinsam,
die aus der Gewöhnlichkeit des Alltags hineingezogen wird in ein für ihr Leben
bestimmendes Abenteuer. Und dieses Abenteuer hat in beiden Fällen mit dem Tod
zu tun, hier in Form einer im Wald liegenden Leiche, dort als monströser Fluch,
der in regelmäßigen Zeitabständen seine Opfer in einer amerikanischen Kleinstadt
fordert. Beide Geschichten werden als Erinnerungen aus heutiger Sicht erzählt,
beide finden ihr Zentrum in den fünfziger Jahren und selbst die Charaktere der
jugendlichen Protagonisten sind die gleichen. Für Stephen-Kings-Fans, aber auch
für jene, die den Autor erst mit seinem neuen Bestseller für sich entdeckt
haben, dürfte es deshalb ein zusätzliches Vergnügen sein, im Vergleich der
beiden Stoffe den Wurzeln von Kings Geschichten vielleicht ein wenig näher zu
kommen. |
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Franz Everschor |

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