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04.02.2010 um 20:00 Uhr
Steamboat Bill Jr.
Schwarz-weiß. USA, 1928
Komödie
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Produktionsfirma:
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Buster Keaton Prod.
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Verleih:
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Kino: Neue Filmkunst
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Länge:
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71 Minuten
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FSK:
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ab 6; f
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| Regie: |
Charles Reisner, Buster Keaton
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| Buch: |
Carl Harbaugh
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| Kamera: |
J. Devereux Jennings, Bert Haines
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| Musik: |
Live-Untermalung
durch Andreas Benz
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| Schnitt: |
J. Sherman Kell
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| Darsteller |
Buster Keaton , Ernest Torrence, Tom Lewis, Marion
Byron, Joe Keaton
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“Steamboat
Bill Jr.” (1928) war Buster Keatons letzter Film, den er in eigener
unabhängiger Produktion realiseren konnte. Er gilt als einer von Keatons besten
Langfilmen. Wie in „The General“ (1926) setzte er in diesem Film einem
uramerikanischen Verkehrsmittel ein Denkmal, den Mississippi- Raddampfern. Der
Film erzählt von der Rivalität zwischen dem raubeinigen Kapitän William
Canfield, bekannt als „Steamboat Bill“ (Ernest Torrence), und J.J. King, dem
neben einem Dampfer fast die ganze Stadt River Junction gehört. Als Canfields
Sohn William Jr. (Buster Keaton) aus Boston seinen Besuch ankündigt, ist
Steamboat Bill zunächst hocherfreut, erwartet er doch von seinem Sohn, den er
seit dessen Kindheit nicht mehr gesehen hat, Unterstützung im Kampf gegen King.
Als der Student William Jr. dann mit Baskenmütze, einem Schnurrbärtchen und
Ukulele auftaucht, ist Steamboat Bill natürlich entsetzt. Dass sein Sohn auch
noch ausgerechnet mit Kings Tochter flirtet, bringt das Fass schließlich zum Überlaufen.
William Jr. soll zurück nach Boston geschickt werden. Als Steamboat Bill dann
aber wegen Missachtung des Gesetzes verhaftet werden soll, entschließt sich
William Jr. zu bleiben. Ein Wirbelsturm sorgt für zusätzliche Turbulenzen.
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Ursprünglich sollte der Film mit einer Sturmflut enden. Da
aber 1927 zahlreiche Menschen durch Mississippi-Hochwasser umgekommen waren,
entschloss sich Keatons Produzent Joseph Schenck für eine Umarbeitung. Ein
Wirbelsturm ersetzte die Sturmflut, wobei Reste des Hochwassers im Film noch zu
sehen sind. Die Wirbelsturmsequenz gilt als einer der Höhepunkte in Keatons
Schaffen. Keaton setzte einen riesigen Kran sowie zahlreiche starke
Windmaschinen ein, um beeindruckende Bilder zu erzielen. Die berühmteste
Einstellung des Films zeigt Keaton vor einer Hausfassade, die auf ihn
einstürzt. Nur ein Fenster an der richtigen Stelle bewahrt ihn vor dem Tod.
Diese Sequenz wurde ohne Tricks gedreht und ist ein Beispiel dafür, welche
Risiken Keaton um eines gelungenen Gags willen in Kauf nimmt. Leider war auch
diesem Film wie seinen beiden Vorgängern „The General“ und „College“ (1927)
(aus heutiger Sicht unbegreiflicherweise) kein finanzieller Erfolg beschieden,
sodass Keaton nach diesem Film von Metro-Goldwyn-Mayer unter Vertrag genommen
wurde, wobei er sein eingespieltes Team und seine künstlerische Unabhängigkeit
verlor. Waren die MGM-Stummfilme „The cameraman“ (1928) und „Spite marriage“
(1929) noch erträglich, so boten Keatons Tonfilme keine Gelegenheit mehr zur
Entfaltung seiner einzigartigen Komik. Ob die MGM-Filmplakate (u.a. für den
Lon-Chaney-Film „The road to Mandalay“, den Garbo-Film „The temptress“ und die
Komödie „The boob“) in dem Vaudeville-Theater, in dem Keaton in „Steamboat Bill
Jr.“ Schutz vor dem Sturm sucht, bereits einen bewussten Hinweis auf seine
Zukunft darstellen sollten??
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